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KAMPFSTILE



Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Kampfstile, die nicht nur von den Kämpfen von Jedi und Sith untereinander, sondern auch von der Entwicklung der Schusswaffen beeinflusst wurden. Der Schwertkampf war zunächst nur für das Duell gedacht, doch mit zunehmendem Einsatz von Blasterwaffen bildeten sich neue, defensivere Stile heraus, die die effiziente Abwehr von Geschossen erlaubten. Dazu gab es immer eine Gegenbewegung, die sich von den angeblich zu passiven Stilen distanzieren wollte. Sieben Stile sind bekannt, die sowohl von den Sith als auch den Jedi verwendet werden:

  • Erste Form: Shii-Cho
  • Zweite Form: Makashi
  • Dritte Form: Soresu
  • Vierte Form: Ataru
  • Fünfte Form: Shien/Djem So
  • Sechste Form: Niman
  • Siebte Form: Vaapad

    Shii-Cho

    Shii-Cho, auch als Der Weg des Sarlacc oder Form I bekannt, ist die erste Form des Lichtschwertkampfes der Jedi. Das Shii-Cho ist ein schneller und wilder Stil, mit dem man Gegner schnell zur Ermüdung bringt und ihm den letzten Schlag verpasst.

Seine Einfachheit ist hierbei seine Stärke, denn die Bewegungen hier erfordern im Vergleich zu einigen der anderen sechs Techniken wesentlich weniger Kraft bzw. Macht. Die Bewegungen, Angriffe und Verteidigungen sind noch sehr ursprünglich und beruhen auf den klassischen Formen, bzw. den Grundtechniken von Angriff und Verteidigung des Schwertkampfes ohne Lichtschwert.

Im Lauf der Jahrhunderte war diese Form Standard, konnte sich später jedoch nicht gegenüber neueren Formen behaupten. Den ersten „Rückschlag“ erhielt Shii-Cho durch die Entwicklung des Makashi-Stils. Dennoch blieb es selbst zu Zeiten der Klonkriege der Standardstil bei der Ausbildung der Jünglinge, weil er sich gut zum Kampf gegen mehrere Gegner eignet.

Makashi



Makashi, auch bekannt als Weg des Ysalamir oder Form II, ist der zweite der sieben bei Jedi gebräuchlichen Lichtschwert-Stile. Er gilt als sehr elegant und edel. Durch subtile und präzise Bewegungen, geleitet durch die Macht, wird minimaler Aufwand zu maximalem Nutzen geführt. Typisch ist, dass Bewegungen des Lichtschwerts ineinander übergehen und deshalb sehr flüssig und schnell erscheinen. Wichtig für diesen Stil ist eine große Handgeschicklichkeit. Makashi erweist sich im reinen Lichtschwertduellen als sehr vorteilhaft. Deshalb hatte dieser Stil sogar eine Blütezeit. Während dieser entwickelten Jedi eine besondere, gebogene Form des Lichtschwerts. Diese erlaubt zusätzlich präzise Paraden und eine effektivere Klingenkontrolle. Graf Dooku lehnte sein Lichtschwert an diesen Typ an und wählte damit ein Design, das, entgegen der Tradition, dem seines Meisters, Yoda, nicht glich. Während Blasterwaffen immer beliebter wurden, geriet Makashi in den Hintergrund, denn, trotz seiner defensiven Vorteile, erwiesen sich Formen wie Soresu und Shien/Djem So als effektiver zur Blasterreflektion.

Ein bekanntes Manöver ist der Makashigruß, bei dem das Lichtschwert zu Beginn des Kampfes ein X in die Luft zeichnet. Graf Dooku führte diesen Gruß im Duell gegen Yoda während der Schlacht von Geonosis im Jahr 22 VSY aus.



  • Kenobi: „Ich fühle mich sehr davon geschmeichelt, dass ihr mich für einen Meister [des Soresu] haltet, aber...“
    Windu: „Nicht für einen Meister. Für DEN Meister. Seid der, der ihr seid – dann wird euch Grievous nie besiegen.“
    Soresu
    —�Mace Windu zu Obi-Wan Kenobi, bevor er diesen aussendet um General Grievous zu stellen. (Quelle)Soresu, der dritte Lichtschwertstil, auch Form III genannt, enstand wegen des Fortschritts in der Blastertechnik und da die Jedi daher einen Weg brauchten, Schüsse aus Blastern sicher und effektiv abwehren zu können. So entwickelte sich die Form III. Im weiteren Lauf der Geschichte wurde Soresu immer mehr weiterentwickelt, bis sie schließlich zu einem starken Ausdruck der Jedi-Philosophie wurde.

Form III maximiert Verteidigung und Schutz, da die Bewegungen so knapp und dennoch so effizient wie möglich gehalten werden, damit eine möglichst geringe Angriffsfläche geboten wird. Nach dem Tod seines Meisters Qui-Gon Jinn (dieser bevorzugte Form IV) widmete sich Obi-Wan Kenobi dem Soresu, da er erkannte, dass Jinns Defensive gegen die Sith-Künste von Darth Maul nicht ausreichend war.

Wahre Form-III-Meister gelten als unbesiegbar, allerdings sagen Kritiker, dass Benutzer der Form III auch keinen Kampf gegen einen ebenbürtigen Gegner gewinnen können, da sie viel zu passiv sei. Tatsächlich ist es so, dass Meister des Soresu im Kampf gegen einen gleichstarken Gegner so lange warten, bis sich eine Möglichkeit zu kontern bietet. Aufgrund der Kritik an Soresu wurde dann schließlich auch die Form V entwickelt, die auf der Grundlage von Soresu beruht, allerdings insgesamt deutlich offensiver ist und sich auch für den Angriff eignet.

Als Obi-Wan im Jahr 19 VSY gegen General Grievous kämpfte, setzte der Jedi ebenfalls Soresu ein. Zwar ist Soresu eine defensive Kampfstil-Art, doch wurde es schwer für Kenobi gegen vier Lichtschwerter zu kämpfen. Schließlich erledigte er Grievous mit einem Blaster.




Ataru


Ataru ist die vierte und eine sehr aggressive Form des Lichtschwertkampfes. Der Kämpfende setzt hierbei ganz auf die Macht, die seinen Körper durchfließt und seine Leistungsfähigkeit weit über die natürlichen Grenzen hinaus erhöht. So ist es dem Meister dieser Form möglich, im Kampf mit vollem Körpereinsatz zu kämpfen, nicht umsonst gilt Ataru als die akrobatischste aller Formen. Jedi und Waffe verschmelzen regelrecht zu einer Einheit und da das Tempo, mit dem der Kampf betrieben wird, sehr hoch ist, verschwimmt man sozusagen mit der Umwelt.

Zu den typischen Körperbewegungen gehören Salti, spektakuläre Sprünge und Wirbel, die Bewegungen mit dem Lichtschwert sind weit ausholend und meist kreisend. Angereichert mit einem hohen Maß an Präzision, Schnelligkeit und Stärke sind die Angriffe überaus effizient. Die größte Schwäche besteht jedoch gerade hierin, denn die ausladenden Bewegungen eignen sich kaum zur Verteidigung. Diese Defensive lässt sich häufig mit einem schnellen, präzisen Stil wie Makashi umgehen.

Die berühmtesten Jedi, die diese Form einsetzten, waren Yoda, der damit seine geringe Körpergröße kompensierte, und Qui-Gon Jinn. Obi-Wan Kenobi lernte diese Technik zuerst ebenfalls, doch nachdem er merkte, dass diese Form des Kampfes nicht genügend Defensive bot, spezialisierte er sich auf Soresu.



Shien/Djem So


Die fünfte Form des Lichtschwertkampfes ist das Shien/Djem So. Es ist eine sehr mächtige Form. Wahre Meister dieses Stils sind fast wie beim Soresu nicht zu schlagen, denn es ist eine Form, mit der man sich aufgrund der Soresu-Grundlage sehr gut gegen Laserbeschuss verteidigen kann (Shien-Ausprägung). Gleichzeitig ist es auch eine gewaltige Form zum Duellieren (Djem So-Ausprägung), da vor allem dieser Verwendungszweck viele Elemente aus dem Makashi enthält. Beide Ausprägungen werden aufgrund ihrer Ähnlichkeiten unter Technik V zusammengefasst, auch wenn sich die Verwendungszwecke deutlich unterscheiden.

Dieser Stil erfordert neben hoher Geschicklichkeit viel Kraft und Macht, die Bewegungen mit dem Schwert wie auch mit dem ganzen Körper sind leichtfüßig, gleichzeitig jedoch sehr wild und aggressiv, was den Stil wesentlich aggressiver und direkter macht als die zugrunde liegenden Formen des Lichtschwertkampfes. Hinzu kommt ein hoher Einsatz seines eigenen Körpers wie beispielsweise Tritte und ein breites Arsenal an Techniken und Verwendungszwecken, die nicht nur dem Duellieren oder der Abwehr von Lasern dienen.


Niman


Niman ist die sechste Form des Lichtschwertkampfes der Jedi. Da sie sehr gemäßigt ist, eignet sie sich weniger für einen aggressiven Kämpfer als für einen Diplomaten.

Dieser Stil war zur Zeit, als Palpatine Kanzler war, Standard in der Ausbildung der Jünglinge im Jedi-Tempel. Einerseits entspricht die gemäßigte Art dem Streben der Jedi nach Harmonie, andererseits erleichtert es Niman, später andere Stile zu erlernen, da die Hauptelemente von Shii-Cho, Soresu, Shien/Djem So und Ataru stammen. Der Benutzer dieser Technik erhält also das Grundwissen der anderen Techniken, was ihn zur idealen Besetzung bei diplomatischen Missionen macht und sich der Jedi auch gut für kleine Scharmützel eignet. Dennoch wird diesem Stil vorgeworfen, weniger anspruchsvoll zu sein als seine Basisstile, außerdem fehlt es Niman an Effizienz in Krisensituationen unter extremem Beschuss oder im Kampf gegen andere Gegner mit Lichtschwert. Dieser Vorwurf ist berechtigt, wie die Schlacht von Geonosis zeigt: Fast alle Niman-Meister kamen dort um. Dennoch kann man durch intensives Training Niman auf eine äußerst hohe Ebene bringen, sodass es sich besser für den Kampf eignet, allerdings ist dazu auch der Wille nach mehr Macht notwendig - und die Diplomaten, die ihn meist verwenden, bevorzugen die gemäßigte Variante.



Vaapad



Vaapad, die siebte Form des Lichtschwertkampfs, ist nach einem gefährlichem Raubtier auf den Monden von Sarapin benannt. Es ist ein Geisteszustand, der sich gemessen an Aggressivität und Kraft zu anderen konventionellen Techniken besonders für die dunkle Seite der Macht eignet. Um Vaapad zu nutzen, muss ein Jedi sich erlauben, den Kampf zu genießen und die Furcht des Gegners als Waffe einsetzen. Ein Meister dieses Stils ist nahezu unbesiegbar.

Mace Windu hatte das Vaapad geschaffen und an den Lichtschwert-Ausbilder Sora Bulq weitergegeben, der es darin ebenfalls zu hoher Meisterschaft brachte, bevor er der dunklen Seite verfiel und von Quinlan Vos auf Saleucami getötet wurde. Die einzige weitere Meisterin in der siebten Form zu Zeiten der Klonkriege war Depa Billaba, deren Meister Mace Windu war

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